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lettische Auto-Reklame (wiederentdeckt vom Oldtimerklub Köln) |
Im eigenen Lande gebaute Automobile! Stolz vorgezeigt, und von der Herstellerwerbung besonders für die damalige lettische "Mittelschicht" empfohlen; in der Presse war zu lesen, dieser Wagen sei besonders geeignete sei für Anwälte, Ärzte und Staatsbeamte - erhältlich auch auf Ratenzahlung. Der lettische Präsident Karlis Ulmanis allerdings bevorzugte einen Cadillac als Dienstwagen.
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Ein Luxusmodell des "Ford Vairogs" (Motormuzejs) |
Mit der Machtübernahme der Sowjets in Lettland kam 1940 das Ende für die Automobilproduktion - die Firma stellte fortan Munition für die Rote Armee her. Nur noch wenige "Vairogs"-Exemplare sind heute noch erhalten - der sicherste Ort, wo wenigstens zwei von ihnen heute noch zu sehen sind, ist das "Motormuzejs Riga". Auch bei der Feuerwehr Jelgava soll sich noch ein altes "Vairogs"-Rettungsfahrzeug befinden (skaties) - vielleicht ist es derjenige, den Tourist Vil Muhametshin offenbar zufällig mal in Riga fotografiert hat.
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Ein Sammelstück - Fundsache bei Ebay |
Nach der Besetzung Lettlands durch die Rote Armee wurde aus dem Werk zur Fabrikationsstätte von Eisenbahnwaggons ("Rīgas vagonbūves rūpnīca RVR"), eine der größten seiner Art in der UdSSR. Die Waggons wurden zu Spitzenzeiten bis nach Kuba exportiert, und auch das bullige Straßenbahnmodell RVR6 wurde hier gebaut. 1991 wurde RVR privatisiert, 1993 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. In den Jahren darauf wurden noch Bestellungen für Belorus und die Ukraine ausgeführt, sowie Reparaturaufträge durchgeführt. Nach mehreren Eigentümerwechseln, dem Einstieg und Ausstieg von Investoren gilt RVR seit 2017 als zahlungsunfähig. Zur Zeit wird das verbliebene Firmeneigentum bereits meistbietend versteigert (Delfi)
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