Eigentlich wäre diese Nachricht eher etwas für den 1.April. Aber wenn große Presseorgane es wollen, dann gelingt es auch an anderen Tagen, ein Lächeln auf die Lippen anderer Menschen zu zaubern. Oder wurde hier etwas zu früh abgedruckt?
Nein, es geht nicht um den gefällig geschriebenen Bericht im SPIEGEL über "Studieren in Riga". Man hätte ihn in aller Ruhe lesen können, diese wahrscheinlich wohlmeinenden Zeilen über Uni-Kurse auf Lettisch oder Russisch, über die wenigen internationalen Gaststudierenden (Stichwort. Erasmus), über das lettische Aushängeschild Nanotechnologie, und über Luxuslimosinen, die an obdachlosen Müllsammlern vorbeibrausen. So jedenfalls die offenbar eher zufälligen Bemerkungen der Autorin.

Welche "lettische Widerstandskämpferin" hier Modell gestanden haben soll, na, das möchten wir nun doch gern wissen! Liebes lettisches Institut, das doch so gern Infotexte zu Lettland herausgibt für Nicht-Lettischkundige, bitte übernehmen Sie!
P.S.: Und vielen Dank den aufmerksamen SPIEGEL-Lesern, die uns auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht haben!
P.S. 2 : "na ja, vielleicht meinen sie ja mit dieser Formulierung, dass das ganze lettische Volk widerstanden hat" (so eine wohlmeinende Äusserung von lettischer Seite dazu).Aber es geht eben nichts über Kurzberichte, die im Detail dann doch so nicht - oder ganz anders - zu verstehen sind.
P.S.: Und vielen Dank den aufmerksamen SPIEGEL-Lesern, die uns auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht haben!
P.S. 2 : "na ja, vielleicht meinen sie ja mit dieser Formulierung, dass das ganze lettische Volk widerstanden hat" (so eine wohlmeinende Äusserung von lettischer Seite dazu).Aber es geht eben nichts über Kurzberichte, die im Detail dann doch so nicht - oder ganz anders - zu verstehen sind.
2 Kommentare:
Das sind nicht alle Fehler: Wenn man schon eine lettische Vokabel dekliniert, dann sollte es wenigstens richtig sein. Cilvēki ist jedenfalls nicht der Genitiv von Mensch, weder im Singular noch im Plural. Daß das e mit dem Längenzeichen nicht abgedruckt wird trotz moderner Computertechnologie, daran hat man sich ja schon gewöhnt.
Dazu kommt der Hinweis auf die "einzige Volluniversität" im Baltikum. Darunter versteht man eine Universität mit Fakultäten in allen Wissenschaften und der Möglichkeit zur Promotion und Habilitation, wenn es auch an einer detaillierteren Definition fehlt. Was ist mit Tartu und Vilnius, die beide über eine jahrhundertealte Tradition verfügen? Vielleicht blieb die Autorin hier am ebenso problematisch begründeten Baltikum-Begriff hängen.
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