Noch vor wenigen Wochen geriet die Parex-Bank in Lettland auch in die deutschen Schlagzeilen: Anfang November verstaatlichte die lettische Regierung PAREX kurzerhand, und alles stand unter der Schlagzeile: nun ist die Finanzkrise auch in Lettland angekommen.
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... und ex...
Vergangenheit und Gegenwart
Derweil macht PAREX in Lettland andere Schlagzeilen. Ministerpräsident Godmanis verkündete vor der lettischen Presse: die PAREX-Bank soll verkauft werden, am besten an eine Bank in Westeuropa (Financenet, 10.12.). Ist das nun die neue Verkaufsstrategie?

Dem lettischen Journalisten Lato Lapsa scheint es erneut vorbehalten zu sein, Fakten zur PAREX-Bank zu veröffentlichen. Ein neu erschienenes Buch "Kargins Superstar" versucht die Umstände zu beleuchten, unter denen die PAREX-Bank entstand. Dabei geht es um die massenhafte Eröffnung von privaten Geldwechselstellen in den Jahren kurz vor Einführung des Lat, also 1991-93.

Ein weiterer Ausspruch des ehemaligen PAREX-Superstars Kargins: "da waren diese Volksfront-Politiker an die Macht gelangt und sehnten sich nach finanzieller Unabhängigkeit, hatten aber keine Ahnung wie sie das machen sollten".
Oder auch, sehr vielsagend dazu, wie es damals zuging: "die ersten US-Dollar kauften wir für 17 sowjetische Rubel und verkauften für 21. Warum gerade 21? Wir dachten einfach, 21 ist doch eine Glückzahl!" (alle Zitate aus Lapsa: "Musu vesture 1985-2005", Bd.1).
Bemerkenswert bei all diesen eher abenteuerlichen Geschichten, dass der damalige Regierungschef derselbe war wie heute: Ivars Godmanis.
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