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Wie wird der Hauptbahnhof Riga in Zukunft aussehen? Eher wie eine aufgeteilte Apfelsine (dänischer Entwurf) ... |
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... oder vielleicht wie eine Siegesfackel die aus der Ferne winkt? |
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und auch die Eisenbahnbrücke muss erweitert werden (hier einer der Projektentwürfe) |
14ha Fläche umfasst das Planungsgelände insgesamt. Gegenwärtig müssen Bahnfahrer an mehreren Supermärkten und Ladenzeilen vorbeilaufen, um die Bahngleise zu finden; da sei es nicht ganz ausgeschlossen, dass selbst Einheimische sich auf dem Weg zum richtigen Gleis zwischendurch verirrten - meint Pēteris Bajārs vom lettischen Architekturbüro "OutofBox" (lsm).
Je nachdem wie der endgültige Entwurf der Planungen nun aussehen wird, wird im Zuge der Bahnhofsumgestaltung wohl auch der Autobusbahnhof teilweise oder ganz weichen müssen, ebenso wie das Kaufhaus "Titāniks". Die Durchgangsstraße, von der Daugava zum Bahnhof führend, soll möglicherweise von sechs auf vier Fahrspuren verengt werden, so dass auch ein neues Stück Park neu entstehen kann. Der Zugang zwischen Altstadt und Markt wie auch zum Bahnhof soll für Fußgänger wesentlich erleichtert werden.
Für die Zeitschrift "IR" analysierte der Journalist Mārtiņš Ķibilds die Unterschiede zwischen den beiden siegreichen Entwürfen. "Wenn man heutzutage die Leute überzeugen möchte, mit der Bahn zu fahren, dann reicht es nicht neue Gleise und Bahnsteige zu bauen," schreibt er, "auch die Atmosphäre im Bahnhof und der Zugang zur Stadt sind wichtig." Im Gegensatz zum lettischen habe der dänische auch bereits einen Eindruck der Inneneinrichtig des Bahnhofs geben wollen, so Ķibilds.Der lettische Entwurf sei einer von Maximalisten, meint er. "Nur die Hiesigen kennen eben die Verkehrssituation in Riga genau bis in die Einzelheiten." Der lettische Vorschlag enthält übrigens die Variante, am Haupteingang wieder dasjenige Bild herzustellen, was bereits jahrzehntelang dort bekannt war: die Silhouette der Altstadt. Ein spanisches Büro wurde im Wettbewerb übrigens mit einem Sonderpreis ausgezeichnet: es hatte vorgeschlagen, alle Eisenbahntrassen auf der neu zu bauenden Brücke zu vereinen und die bisherige Eisenbahnbrücke dann für Fußgänger und Radler freizugeben.
Für die Umsetzung des bereits jahrzehntelang geplanten RAILBALTICA-Projekts hat Lettland bisher 246,6 Millionen Euro vorgesehen (Estland 142 Mill., Litauen 144 Mill.).
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